Ehemalige Dirigenten

Unsere Dirigenten im Laufe der Zeit

dirigent_15jun_klettenberger-kammerorchester_web_1_foto-gerhard-richterRaimund Laufen

Dirigent des Klettenberger Kammerorchesters von 2014 – 2016

Der gebürtige Düsseldorfer studierte Klavier an den Hochschulen von Düsseldorf und Stuttgart sowie Dirigieren an der Musikhochschule »Franz Liszt« in Weimar (Diplom 2006). Als Korrepetitor mit Dirigierverpflichtung war er von 2006 bis 2008 am Staatstheater Hannover engagiert, bevor er 2008 in den gleichen Funktionen an die Oper Köln wechselte. In Hannover dirigierte er u. a. »Anatevka«, »Im weißen Rössl«, »Simplicius Simplicissimus« und Ballettabende. An der Oper Köln leitete er Vorstellungen von »Samson et Dalila« und diverse Produktionen der Kinderoper, zuletzt »Aschenputtel« von Ermanno Wolf-Ferrari. (Quelle: Oper der Stadt Köln)


Fuad Ibrahimov

Dirigent des Klettenberger Kammerorchesters von 2012 – 2014

Fuad Ibrahimov wurde 1982 in Schuscha / Aserbaidschan geboren. Bereits mit  15 Jahren erhielt er seine erste Anstellung als Bratscher im staatlichen  Sinfonieorchester der Hauptstadt Baku. Gleichzeitig begann er sein Viola-Studium an der dortigen Musikakademie. Dieses führte er nach der Diplomprüfung ab 2002 an der Musikhochschule Köln in der Klasse Prof. Rainer Moog weiter. Nach dem Solistendiplom setzte er seine Studien ab 2006 in der Dirigierklasse von Prof. Michael Luig fort und schloss sie 2011 mit Bestnote ab.

In seiner noch jungen Karriere als Dirigent hat er bereits die Philharmonie Südwestfalen, die Staatskapelle Halle, das staatliche Sinfonieorchester Aserbaidschan, das Kritische Orchester Berlin, das MDR Sinfonieorchester Leipzig, das Göttinger und das Nürnberger Sinfonieorchester. Im Juni 2011 wurde er von Fabio Luisi als einer von vier Dirigenten beim „Pacific Music Festival“ in Japan eingeladen. 2012 übernahm Fuad Ibrahimov als Dirigent die künstlerische Leitung des Klettenberger Kammerorchesters.


Thomas Jung

Dirigent des Klettenberger Kamerorchesters von 2009 – 2012

Thomas Jung studierte an der Hochschule für Musik Köln, an der University of Cambridge und am Kingʻs College Cambridge. Sein Dirigierlehrer und Mentor war Volker Wangenheim. Meisterkurse bei Bernard Haitink (Lucerne Festival), Colin Metters (Royal Academy London) und Jorma Panula (Nordic Masterclass) runden seine Ausbildung ab.

 Thomas Jung ist Stipendiat der Studienstiftung des Deutschen Volkes, der Stiftung DEY, des Richard Wagner Verbandes und der Musikstiftung der Kreissparkasse. Im Herbst 2012 erhielt Thomas Jung für sein Engagement mit und für die Musik den Kulturpreis der Stiftung Filippas Engel. Ebenfalls 2012 erhielt das Jugend-Kammerorchester Musica Viva unter der Leitung von Thomas Jung den 1. Preis beim Deutschen Orchesterwettbewerb und wurde darüber hinaus mit dem Sonderpreis „Best Performance“ ausgezeichnet.


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RODERICK SHAW

Dirigent des Klettenberger Kamerorchesters von 1998-2009

Roderick Shaw, der in England geboren ist, lernte bereits als Kind Klavier und Horn. Später studierte er an der Universität von Cambridge Orgel, Cembalo und
Musikwissenschaften. Zu dieser Zeit leitete er den Jesus College Chor und das Universitätsorchester. Als Mitglied der Academy of Ancient Music unter
Christopher Hogwood vertiefte er seine Erfahrungen und sein Interesse für alte Musik. Am Königlichen Konservatorium in Den Haag (Niederlande) führte er seine Studien in Orchesterleitung und barocker Vortragskunst fort. Kurz darauf gründete er in Amsterdam den Kammerchor und das Orchester The Academy of the Begynhof, welche er zwölf Jahre bei Konzerten und Aufnahmen leitete. Hier entstanden mehrere international beachtete CD’s mit Musik von Purcell.
Roderick Shaw verfolgt zurzeit eine vielseitige Karriere als Dirigent, Cembalist und Pianist mit Spitzenorchestern wie dem WDR Sinfonieorchester, dem Gürzenich-Orchester, dem DSO Berlin und dem Bayerischen Staatsorchester München. Zudem ist er ein gefragter Kammermusik-Partner, Begleiter und vokaler Coach.


Jan Corazolla

Dirigent des Klettenberger Kamerorchesters von 1971 bis 1998

(* 27. September 1931 in Berlin; † 12. Oktober 1998 in Köln) war ein deutscher Dirigent und Cellist. Er wurde als drittes Kind der Sängerin Margarete Corazolla (1902–2001) geboren. Er entstammte einer Musikerfamilie. Sein Vater Paul Graener war Komponist, sein älterer Bruder Paul Corazolla ist ein in Berlin lebender Maler mit dem Schwerpunkt Glasmalerei/Bleiglasfenster. Nach einer Ausbildung zum Cellisten, u. a. bei Paul Grümmer und Pablo Casals, studierte Jan Corazolla in Freiburg im Breisgau Cello und Kammermusik. Bereits während des Studiums gründete er das Schlupp-Quartett, das (durch den frühen Tod des ersten Geigers und Namensgebers mit 28 Jahren) nach sieben Jahren wieder aufgelöst wurde. Während des Studiums absolvierte das Schlupp-Quartett Meisterkurse bei Sándor Végh und zahlreiche Kammerkonzerte. Nach der Auflösung des Streichquartettes studierte Jan Corazolla Dirigieren, u. a. mit Meisterkursen und Studien bei Herbert von Karajan.

Jan Corazolla war Mitgründer des Siegerland-Orchesters, dem er bis 1972 treu blieb. Danach wechselte er, zuerst als künstlerischer Direktor und anschließend als Dirigent, zum Rheinischen Kammerorchester Köln (RKO). Neben der regen Konzerttätigkeit in Köln absolvierte das Orchester immer wieder sehr erfolgreich Konzerttourneen in Frankreich, Belgien, den Niederlanden, Italien und vielen anderen Ländern und trat mit namhaften Solisten (Arthur Grumiaux, Henryk Szeryng, Paul Tortelier u. v. a.) auf.

Corazolla engagierte sich intensiv als Vermittler und Dozent auf verschiedenen Kammermusikkursen und bei diversen Laienorchestern, z. B. dem Klettenberger Kammerorchester, der Orchestergesellschaft Köln und weiteren Orchestern.

1998 verstarb er plötzlich nach kurzer, heftiger Krankheit im Alter von 67 Jahren in Köln.